Nur ein Hinweis

den zu geben sich gerade anbietet, weil mich gerade mal wieder Werbung dafür erreichte.

Es geht um die Privatoffenbarung rund um die sog. Frau aller Völker.

[…] die Kongregation für die Glaubenslehre […] fordert Priester und Laien dazu auf, jede Propaganda für die angeblichen Erscheinungen und Offenbarungen der „Frau aller Völker“ zu unterlassen[…].

Der volle Text der Notifikation findet sich auf vatican.va.

Um es noch einmal und ganz klar und ganz deutlich zu sagen:

Es wird nicht nur abgeraten oder es wird nicht nur kritisch gesehen, es wird – was bei Mutter Kirche in solchen Fragen nicht gerade häufig vorkommt – verboten(!), die Botschaften zu verbreiten oder Werbung dafür zu machen.

Klare Ansage. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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13 Responses to Nur ein Hinweis

  1. Hier hat mich eine Einladung zu einem WiMRE in wenigen Tagen stattfindenden Gebetstag erreicht. Da war ich wirklich hin- und hergerissen: einerseits war die Dame, die mir das überreicht total nett, andererseits ist bekannt, daß die Kirche das nicht wünscht. Sollte ich ihr das nun sagen? – Wiederum: wie ist es damit zu vereinbaren, daß angekündigt wird, Kardinal Meisner werde die Heilige Messe zu diesem Anlaß (in einer Halle btw.) feiern?

  2. Dybart sagt:

    Das war 1974. Meines Wissens nach erolgte zwischenzeitlich eine bischöfliche Abnerkennung und eine Änderung des Gebetes durch die Glaubenskongregation.

  3. Francisco sagt:

    Ich bin kein Experte für diese Erscheinung. Aber ich weiß, dass vor ungefähr 10 Jahren der Bischof von Haarlem-Amsterdam die Botschaften als „glaubwürdig“ anerkannt hat, nach Rüchversicherung bei der Glaubenskongregation. Deswegen nimmt wahrscheinlich Kardinal Meisner wohl immer an den Gebetstreffen teil.

  4. Cordulchen sagt:

    Gibt es neuere Aussagen nach 1974? Immerhin ist die Gemeinschaft „Familie Mariens“ mit den Erscheinungen und der Verbreitung des Bildes und der Schriften verbunden: http://www.de-vrouwe.info/de .
    Ich habe zwar verschiedene Meinungen zu dem Thema gehört. Aber mir ist nicht bekannt, dass die Gemeinschaft und/oder der Gebetstag von der katholischen Kirche verboten wäre. Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaft hatten unter anderem beim Eucharistischen Kongress die „Ewige Anbetung“ in Mariä Himmelfahrt betreut.

  5. Cicero sagt:

    Da habe ich aber in ein Wespennest gestochen.
    (Wie übrigens immer, wenn man etwas zu einer Privatoffenbarung schreibt.)

    Nun will ich wirklich nichts unrichtiges oder unwahres Verbreiten. Die Notifikation von 1974 ist das letzte offizielle Statement aus Rom, das mir bekannt ist.
    Sollte es wirklich etwas offizielles neueres geben, dann bitte gerne hier verlinken.
    Die Eigendarstellung will ich zwar nicht in Zweifel ziehen, doch ein Link zum Vatikan wäre mir erheblich lieber.

    Daß Kardinal Meisner daran teilnimmt, hat mich ehrlich gesagt ebenso gewundert wie die Tatsache, daß die Hl. Messe in einer Halle gefeiert wird. Ich traue dem Kardinal ein klares geistliches Urteil zu, daher habe ich keine Bedenken, was seine Teilnahme anbetrifft. Ferner hatte die Familie Mariens, die wohl die Verehrung Mariens unter dem Titel „Frau aller Völker“ trägt und fördert, wie oben zu lesen, die Eucharistische Anbetung in Köln auf dem Euko betreut.

    Für mich persönlich bleibt es dabei, daß ich Privatoffenbarungen, auch wenn sie kirchlich anerkannt sind, persönlich grundsätzlich nicht für mich annehme.
    Ausnahmen sind selten und bestätigen die Regel.
    Mit der Hl. Schrift und dem Katechismus habe ich genug geistliches Futter zu verdauen. Und diese Haltung entspricht voll und ganz der Lehre und Praxis der Kirche.

    Insofern jemandem eine oder mehrere Privatoffenbarungen nützlich sind, um Gott näher zu kommen, habe ich nichts dagegen. Wie denn auch, soweit sie von der Kirche anerkannt sind, steht dem ja auch nichts entgegen.

    Wo sich aber die Kirche negativ oder sogar mit einem Verbot äußert, reagiere ich aus wohl erwogenen Gründen leicht allergisch.

  6. Biggi sagt:

    Kardinal Meisner nimmt seit Jahren an diesem jährlich stattfindenden Gebetstreffen teil (bislang immer in Köln, dieses Jahr erstmalig im „feindlichen“ Düsseldorf). Nach jahrelanger kritischer und distanzierter Beobachtung habe ich letztes Jahr erstmalig an diesem Treffen teilgenommen. Dafür war der „Gewährsmann“ Kard. Meisner wichtig für mich.

    Der Stil ist sicher nicht jedermanns Sache, aber daran, dass die Gestaltung der hl. Messe in einer Halle absolut würdig geschieht, besteht überhaupt kein Zweifel. Der Grund ist vor allem die große Masse an Teilnehmern. Die könnte schon der Kölner Dom kaum fassen; in Düsseldorf gibt es auf jeden Fall keine Kirche, die groß genug wäre. Und mit vielen Tausenden innerhalb eines Gebetstreffens von der Lanxess-Arena zum Dom umzuziehen, um dort die hl. Messe zu feiern, ist keine kleine logistische Herausforderung. Also wurde die hl. Messe halt vor Ort in der Lanxess-Arena gefeiert.

    Sowohl die Zeiten eucharistischer Anbetung als auch die hl. Messe selbst werden ganz sicher sowohl in diesem Jahr ebenso wie im vergangenen Jahr (und vermutlich in den Vorjahren) absolut würdig und angemessen gestaltet.

  7. Pingback:Nur ein Hinweis | FreieWelt.net

  8. Also, die Notifikation aus Rom ist eine Bestätigung der Entscheidungen des Ortsbischofs: „Im Hinblick auf weitere Entwicklungen und nach erneuter, noch tieferer Prüfung des Falles bestätigt die Kongregation für die Glaubenslehre mit der vorliegenden Verlautbarung, daß das von der zuständigen kirchlichen Behörde bereits ausgesprochene Urteil begründet ist…“

    Jetzt ist aber offenbar der Fall eingetreten, daß die zuständige kirchliche Autorität, nämlich ein späterer Nachfolger des Haarlemer Bischofs, zu einem anderen Urteil gekommen ist. Insofern hat die Notifikation von 1974 ihre Grundlage verloren. Sie sagt ja nicht, daß das Urteil des damaligen Bischofs unumstößlich feststeht, sondern daß es begründet ist, und die Kongregation für die Glaubenslehre daher die Gläubigen auffordert, dem Verbot der Verbreitung, wie es der Ortsbischof ausgesprochen hat, zu folgen ist.

    Das hier sieht mir nach einem Scan des Originalschreibens der Anerkennung aus (wobei das natürlich immer schwierig ist): http://www.de-vrouwe.info/images/stories/pdf/020531_erkenning_verschijningen.pdf Kannst ja mal in Haarlem anfragen :-)

    • Cicero sagt:

      Holländisch, so sagt man, sei ja ganz einfach: Heiße Kartoffel in den Hals und dann Platt sprechen. 😀 Nein, ernsthaft:

      Erst einmal herzlichen Dank für alle Hinweise.
      Es geht ja nicht darum, jemanden zu verärgern oder zu brüskieren. Es geht um die Wahrheit.
      Wünschenswert wäre jetzt, da es sich nicht um eine rein diözesane Angelegenheit handelt, noch einmal eine Stellungnahme aus Rom, um wirklich Klarheit zu haben.

  9. Lisje Türelüre aus der Klappergasse sagt:

    Ich halte mich da raus, weil ich wirklich nichts davon verstehe.
    Mich macht nur folgendes sehr stutzig und nachdenklich:
    Soweit ich weiß, soll die Erscheinung kurz nach dem WKII stattgefunden haben.
    Heute, im Jahr 2013, wo die Zerstörung der europäischen Völker durch 1. den Multikulturalismus und die ungebremste Zuwanderung von „Flüchtlingen“ und
    2. durch die Politik der EUdSSR in vollem Gange ist, gewinnt eine Verehrung der Frau aller VÖLKER eine aktuelle politische Brisanz. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sie untersagt wird.

  10. Damian sagt:

    Wer sich mit kritischen Stimmen zu den sogenannten Erscheinungen von Amsterdam auseinandersetzen möchte, kann hier weiterführende Informationen finden: http://charismatismus.wordpress.com/category/irrgeistige-erscheinungen/amsterdam-frau-aller-volker/

  11. Francisco sagt:

    Da die Glaubenskongregation 2005, um Missverständnisse zu vermeiden, Bischof Punt nur aufforderte den Satz „die einst Maria war“ zu ändern, deutet das doch daraufhin, dass sie die Anerkennung des zuständigen Ortsbischofs bezüglich des übernatürlichen Charakters der Phänomene sonst akzeptierte, auch die Genehmigung der Verehrung durch Bischof Punts Vorgänger als Bischof von Haarlem-Amsterdam.

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