Papst Franziskus unterstützt Marsch für das Leben

„Es ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da macht!“

Rom / Berlin. Papst Franziskus hat nur drei Wochen vor dem diesjährigen Marsch für das Leben den Vorstand des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) in Rom begrüßt.

Foto von der Begegnung mit Papst Franziskus v.r.n.l.: Lohmann, Dr. Kaminski, Carbanje, Trauernicht © Osservatore Romano, Servizio Fotografico

Foto von der Begegnung mit Papst Franziskus
v.r.n.l.: Lohmann, Dr. Kaminski, Carbanje, Trauernicht
© Osservatore Romano, Servizio Fotografico

Nach der Generalaudienz am Mittwoch, den 26. August 2015 sprach der Papst mit den Veranstaltern des Marsches, die vom BVL-Vorsitzenden Martin Lohmann angeführt wurden. An der Begegnung nahmen auch die Vorstandsmitglieder Odila Carbanje, stv. Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Dr. Claudia Kaminski, Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) sowie Rolf Trauernicht, Vorsitzender des Weißen Kreuzes, teil.
Lohmann überreichte Papst Franziskus das diesjährige Plakat, mit dem zum Zeugnis für das Leben am 19. September nach Berlin eingeladen wird. Der Papst würdigte das Engagement für das Leben und zeigte sich interessiert an der Arbeit des BVL. Im Blick auf den Marsch für das Leben sagte der Papst zweimal und mit starker Betonung: „Es ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da macht!“ Die Bitte Lohmanns, das Engagement und den Marsch zu segnen sowie für die friedlichen Lebensschützer zu beten, erwiderte der Papst mit einem freundlichen „Ja, und beten Sie auch für mich“.
Dem Marsch wünschte er „alles Gute und Gottes Segen“. Dann las er, indem er mit seinem Finger darauf zeigte, das diesjährige Motto des Marsches: „Gemeinsam für das Leben. Immer.“ Mit sichtbarer Zustimmung fügte er hinzu: „Ja, das müssen wir immer tun.“ Papst Franziskus, der Deutsch sprach, bat Lohmann darum, alle Teilnehmer des Marsches herzlich zu grüßen.
Dr. Claudia Kaminski überreichte dem Papst ein von ihr gemeinsam mit Mechthild Löhr und Rainer Beckmann herausgegebenes Buch zur Sterbehilfedebatte. Franziskus las den Titel „Es gibt kein gutes Töten“ und sagte: „Ja, es kann kein gutes Töten geben. Denn: Es gibt kein gutes Töten.“ Das gelte vom Anfang bis zum Ende. Das dem Papst von Lohmann überreichte Modell eines Embryos segnete der Papst, nahm es in seine Hände und dankte freudig für dieses „wichtige Geschenk“.
Es war das erste Mal, dass ein Papst mit Blick auf den Marsch für das Leben die Veranstalter in Rom begrüßte. Papst Franziskus lässt wie seine Vorgänger keinen Zweifel daran, dass es nicht nur für Christen eine selbstverständliche Pflicht zum Schutz des menschlichen Lebens vom Anfang bis zum natürlichen Ende gibt. In Rom, wo es seit etlichen Jahren einen Marsch für das Leben gibt, gehen nicht nur – wie in anderen Hauptstädten ebenfalls – Bischöfe mit. Auch Papst Franziskus hat sich zum Teil dieser Demonstration gemacht. Die Vertreter des BVL dankten dem Papst, der sich erstaunlich viel Zeit für die Begegnung nahm, für sein „starkes und klares Zeugnis“.

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