Meine Story mit Gott – Kurze Begegnung mit der Siegergruppe „Ladies Night“ aus Murnau

So sehen Siegerinnen aus. Die Gruppe "Ladies Night" aus Murnau.

So sehen Siegerinnen aus.
Die Gruppe „Ladies Night“ aus Murnau.

Aufgeregt waren sie schon, als sie aus dem ICE am Paderborner Hauptbahnhof stiegen. Von Murnau am Staffelsee bis ins westfälische Paderborn ist eine ordentliche Strecke. Am Abend ist die große Gala zur Preisverleihung. Das kleine Schwarze haben sie alle im Koffer und die Aufregung steigt mit jeder Sekunde, die vergeht. Die Hälfte der Gruppe fährt bei mir im Auto mit, die anderen nehem ein Taxi. Für acht jungen Damen reicht der Wagen dann doch nicht. Auf dem Weg fragen sie mich über Paderborn aus. Sie sind neugierig, die Zeit ist knapp, viel erzählen kann ich nicht. Schon sind wir an der Jugendherberge. Die Zeit reicht für ein paar Worte und ein Foto.

Um 18 Uhr ist es so weit, dann fährt der Bus. Also ist ab 16 Uhr aufbrezeln angesagt. Noch ein kurzes Foto, ein paar Worte zum Abschied und die jungen Damen verschwinden in der Jugendherberge. Mit Christiane Lambrecht, der Initiatorin von „Ladies Night“, kann ich noch ein wenig rund um den Dom bummeln und ein paar Fragen loswerden.

„Meine Story mit Gott“ ist ein Medienwettbewerb für junge Leute, an dem nach Information der Ausrichter 27 Schulklassen und Jugendgruppen teilnahmen. Organisiert wurde der Wettbewerb vom Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) und dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. In der Jury saßen Pater Bernd Hagenkord SJ, Chefredakteur der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Bischof des Bistums Passau, gelernter Zeitungs- und Radiojournalist, Anne Reidt, Redaktionsleiterin heute journal beim ZDF, Vorsitzende des Fördervereins des ifp und Sebastian Winkler, TV-Moderator, moderiert unter anderem die „Allerbeste Sebastian Winkler Show“.

Jugendliche sollten Ihre Ideen entwickeln. Die Gewinner verwirklichten ihr Medienprojekt mit Unterstützung professioneller Trainer. So auch die Gruppe Ladies Night aus Murnau, die die Idee zu einem Film rund um eine Jugendliche, die auf der Suche nach dem Ort, wo sie „dazu gehört“ Gott findet. Es ist keine kitschige Bekehrungsgeschichte, es ist die Wirklichkeit unserer Tage. Die Eltern nerven, die Schule nervt, die Clique nervt auch. Der Weg führt sie in die Kirche. Es ist am Ende ein offener Weg, ein Weg, der Hoffnung macht. So könnte es wirklich sein. Der Film wirkt echt.

„Es ist auch so ungefähr die Geschichte eines der Mädels“, sagt mir Christiane Lambrecht. Wessen Geschichte Pate gestanden hat, verschweigt sie diskret lächelnd. Der Film zeigt es, daß da die Lebenswirklichkeit junger Menschen drin steckt. Die Umsetzung trägt klar die Handschrift der Jugendlichen und zeigt, wie gut sie von den Profis dabei begleitet wurde. Anstrengend war es. Die Szenen mußten fünf bis sechs mal gedreht werden, bis alles im Kasten war. Die viele Arbeit hat sich gelohnt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Auch die Mädchen sahen den fertigen Film heute Abend erstmalig. Hier ist er:

Christiane Lambrecht

Christiane Lambrecht

„Ladies Night“, irgendwie ein komischer Name für eine katholische Gruppe, oder? „Es ist eine Gruppe, die aus der Firmung hervor gegangen ist.“, berichtet Christiane Lambrecht, „Wir treffen uns regelmäßig einmal pro Woche und reden, worüber die Jugendlichen reden wollen. Mode, Freundschaft, Liebe, Parties natürlich, aber über Gott und unser Leben reden wir eben auch.“ Irgendwann stand die Idee im Raum bei „Meine Story mit Gott“ mitzumachen. Die Gruppe hat sich viele Gedanken gemacht und ihren Beitrag eingereicht. Im Mai stand das Ergebnis fest. Sie gehören zu den drei Siegerprojekten. Der Film wurde in Benediktbeuern gedreht. Die Mädels merkten, wie anstrengend es ist, waren aber voller Elan dabei.

Auf der Gala am heutigen Abend wurden dann alle Siegerbeiträge vorgestellt. Ein katholischer Religionskurs mit Schülern im Alter von 15 bis 17 Jahren der Kopernikusschule Freigericht in Hessen hat mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen Interviews geführt. Ein Grundkurs im Fach Katholische Religionslehre am B.M.V.-Gymnasium Essen-Holsterhausen hat einen Blog mit Podcast-Folgen zum Thema „Welche Verknüpfungen erstellen Menschen in sozialen Netzwerken unter #Gott?“ erstellt. Und natürlich „Ladies Night“ aus Murnau mit ihrem Kurzfilm über ein Mädchen mit unterschiedlichen persönlichen Problemen, das nichts mit der Kirche zu tun hat. Eines Tages weckt das Kirchengeläut ihr Interesse und sie geht in eine Kirche hinein. Eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird. Sie gibt Gott eine Chance und lässt ihn hinein in ihr Herz.

"Ladies Night" auf der Gala.

„Ladies Night“ auf der Gala.

Um 17 Uhr wird Christane Lambrecht nervös. Mit den Worten: „Die Mädels brauchen mich jetzt.“, verschwand sie in der Jugendherberge. Eine kurze Begegnung mit den sympathischen jungen Damen der Gruppe „Ladies Night“ und der eloquenten Initiatorin. Leider bleibt ihnen nicht viel Zeit für Paderborn. Morgen geht es schon recht früh wieder heimwärts. Aber ein Besuch zu Libori? Vielleicht mit den jungen Damen von „Ladies Night“? Wer weiß …

Die Gala begann um 19 Uhr und wurde von Maite Kelly moderiert. Die international bekannte Sängerin Judy Bailey gab anlässlich der Preisverleihung ein 40-minütiges Konzert.

Allen Gewinnern des Wettbewerbs auch an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch.

Alle Siegerprojekte kann man nach der Gala auf dieser Seite des Bonifatiuswerkes sehen.

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2 Responses to Meine Story mit Gott – Kurze Begegnung mit der Siegergruppe „Ladies Night“ aus Murnau

  1. Theresia sagt:

    Das einzige, was ich mich frage: Versteht jemand, warum die Mädchen so extrem knapp bekleidet sind?

    • Cicero sagt:

      Weil das ganz normale Mädchen sind, die sich derzeit (jedenfalls im Sommer) durch die Bank so knapp bekleiden. Die Mädels kommen aus der Wirklichkeit unserer Zeit. Sie kommen jedenfalls authentisch rüber.

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